Liebe Athalonier!
Mit Freude kann ich berichten, dass unser Projekt Wurzeln der Demokratie zum diesjährigen Ehrentag des Grundgesetzes letzten Sonntag erfolgreich abgehalten wurde.
Nach einigen Wochen der Vorbereitung, Buchung von Führungen, fleißiger Bewerbung der Aktion, Beschaffung von Rollenspielmaterial und schlussendlich dem gemeinsamen Einkauf und Zubereitung der Verpflegung für den Projekttag, ging es für uns an Pfingstsonntag, den 24.05. um 11 Uhr, zum Residenzschloss Rastatt, das mit seiner barocken Architektur einen wahrlich imposanten Eindruck auf uns gemacht hat. Freundlich wurden wir vom Personal der dortigen Bundesarchiv-Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegung in der deutschen Geschichte in Empfang genommen und erhielten eine Einweisung in die uns zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten. Bald darauf trafen auch die übrigen 15 angemeldeten Teilnehmer des Projekts ein, die teilweise mehrere Stunden Anreise aus Bayern, NRW oder Hessen auf sich genommen hatten, um diesen Tag mit uns zu verbringen.
Nach einem kurzen Austausch begann unsere Führung durch die Ausstellung. Unter der Leitung eines Mitglieds des lokalen Historischen Vereins erfuhren wir allerlei über die Badische Revolution, demokratische Freiheitskämpfe in der Region, in Deutschland und in ganz Europa. Mit beeindruckenden Geschichten und imposanten Ausstellungsstücken wurden die Wurzeln unserer heutigen bundesrepublikanischen Demokratie umfassend beschrieben und erlebbar gemacht. Im Anschluss an die Museumsführung brachen wir zu den Kasematten auf. Jene Befestigungsanlagen, die Reste der damaligen Festung Rastatt, boten uns eine angenehm kühle zweite Station an diesem recht heißen Tag im Spätfrühling. In den unterirdischen Gemäuern erkundeten wir Geschützpositionen, Munitionslager und letztlich den Ort der Kapitulation, mit dem die Badische Revolution einst endete. Unter preußischer Intervention wurde jener Aufstand einst niedergeschlagen, doch blieb trotz des Blutbads der demokratische Keimling erhalten, der schließlich viele Jahre später wieder das Tageslicht erblicken sollte.
Nach der Begehung der Kasematten kehrten wir in das Museum zurück, wo es eine ausgiebige Stärkung bei selbstgemachtem Nudelsalat, Pizzaschnecken und Marmorkuchen gab. Für die darauffolgenden Pen&Paper-Runden standen natürlich ausgiebig Snacks zur Verfügung und die Themen rund um die Revolution von 1848/49 wurden im Rollenspiel näher ergründet und auf einer persönlichen Ebene erfahrbar gemacht. Dank der Kulanz des Museums durften wir sogar etwas überziehen, um alle Runden zu einem schönen Abschluss zu bringen.
Wir wollen an dieser Stelle allen Helfern bei der Vorbereitung und Durchführung dieses Projekts herzlich danken. Dies richtet sich auch an die Teilnehmer, die diesen Tag mit uns verbracht und mit Leben gefüllt haben. Wir sind uns sicher, dass alle etwas für sich zu den Themen Demokratie und Grundgesetz von diesem Tag mitnehmen konnten und hoffen, dass der Athalon e.V. in Zukunft ähnliche Projekte auf die Beine stellen kann.

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